Farbkodierte Duplexsonographie

Die farbkodierte Duplexsonographie ist heute das Verfahren der ersten Wahl um Erkrankungen von Arterien und Venen abzuklären. Als Ultraschallverfahren ist diese Methode für den Patienten vollkommen unbelastend. Entscheidend für die Qualität und Aussagekraft dieser Untersuchung ist neben der Verwendung moderner, hochauflösender Ultraschallgeräte auch die langjährige Erfahrung des Untersuchers.

Diese Untersuchung ermöglicht die exakte Darstellung der Wandbeschaffenheit von Arterien und Venen und damit die frühzeitige Erkennung von arteriosklerotischen, d. h. verkalkten Gefäßwandablagerungen, oder von Blutgerinnseln und Venenentzündungen (Abb. 1).

Die Farbkodierung macht den Blutfluss (Abb. 2) sichtbar. So können Verengungen und Verschlüsse genau lokalisiert werden.

Anhand quantitativer Flussmessungen (Abb. 3) kann der Arzt schließlich das Ausmaß der Verengungen und die hierdurch verursachte Durchblutungsstörung beurteilen.

Abb. 1: Querschnitt durch die Arterie (oben) und Vene (unten) des Oberschenkels. Bei diesem Patienten mit tiefer Beinvenenthrombose ist in der Vene ein umspültes Blutgerinnsel gut sichtbar (Pfeil).
Abb. 2: Längsschnitt durch eine normale Oberschenkelschlagader mit farbkodierter Darstellung des Blutflusses.
Abb. 3: Verengung der Leistenschlagader durch verkalkte Ablagerungen mit Flussmessung an der engsten Stelle (links im Bild). Das abgeleitete Flussspektrum (rechts im Bild) zeigt eine durch die Verengung verursachte, starke Erhöhung der Fließgeschwindigkeit bis auf 400 cm/sec (normal wäre hier eine Geschwindigkeit von bis zu 100 cm/sec).
Drucken
Kontakt
Startseite