Notfall Venenthrombose

Die gefährlichste akute Venenerkrankung ist der plötzlich auftretende Verschluss einer tiefen Vene durch ein Blutgerinsel (Venenthrombose). Hier besteht das Risiko, dass das Blutgerinsel in die Lungen ausschwemmt und ein Lungengefäß verschließt (Lungenembolie).

In Deutschland sterben etwa 30.000 Menschen im Jahr an einer Lungenembolie, deren Ursache meist eine nicht erkannte Beinvenenthrombose ist.

Behandlung einer Beinvenenthrombose
Wenn unsere Ärzte eine Beinvenenthrombose mittels Duplexsonographie diagnostiziert haben, können sie die (ambulante) Behandlung einleiten. Der Patient erhält täglich eine „Bauchspritze“ (Heparin) zur Blutverdünnung, um das Fortschreiten der Thrombose und damit eine Lungenembolie zu verhindern. Die Blutverdünnung wird mit Tabletten (Marcumar) für die Dauer von etwa sechs Monaten fortgesetzt. Zuerst muss das betroffene Bein gewickelt werden. Nach Abschwellen des Beines passen wir einen Kompressionsstrumpf an.

Behandlung einer Venenentzündung
Eine ebenfalls häufige, aber weniger gefährliche akute Erkrankung ist die oberflächliche Venenentzündung (Thrombophlebitis). Hier bildet sich das Blutgerinnsel in einer oberflächlichen Vene und wächst nur selten in das tiefe Venensystem hinein. Wenn wir die tiefe Beinvenenthrombose als Komplikation mittels Duplexsonographie ausgeschlossen haben, reicht es, das Bein des Patienten zu wickeln und ihm ggf. ein entzündungshemmendes Medikament zu verabreichen. Anschließend sollte die Ursache der Venenentzündung - meist eine oberflächliche Krampfader - behandelt werden.

Wenn bei Ihnen plötzlich Beinschmerzen oder eine (typischerweise einseitige) Beinschwellung auftreten, müssen Sie sich umgehend mit einem Arzt in Verbindung setzen.

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